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Wertermittlung Wohnmobil

Wertermittlung Wohnmobil: Wie viel ist das gebrauchte Wohnmobil wert?

Ein Blick in die gängige Literatur verrät: Der Wertverlust eines Wohnmobils beträgt im ersten Lebensjahr satte 20 %, im zweiten 12 % und in den Folgejahren immerhin noch 8 % bis 10 %. Wenden private Wohnmobilverkäufer diese Formel auf ihr Wohnmobil an, dann lässt sich der statistische Verkaufswert schnell ermitteln.

Doch der tatsächliche Marktwert eines gebrauchten Wohnmobils kann stark davon abweichen. Warum dies so ist, wie sich der reale Verkaufswert schnell ermitteln lässt und mit welchen Verhandlungsstrategien doch noch ein wenig mehr herausspringen kann, das verraten folgende Tipps.

Kaufpreisermittlung per Schwacke- und Händler-Listen

Das Fahrzeugbewertungsunternehmen Euromaxx Schwacke GmbH mit Sitz in der Schweiz erfasst schon seit 1957 die Gebrauchtwagenpreise auf dem europäischen Markt.

In die Bewertung der Schwacke-Listen fließen Notierungs- und Beliebtheitswerte genauso ein, wie Produktionszahlen und Händlereinschätzungen. Dabei umfasst die aktuelle Liste in der Regel die letzten zwölf Jahrgänge von bis zu 30.000 Serienmodellen.

Jeder Händler pflegt zudem seine eigene Preisliste, die in der Regel alle sechs Monate aktualisiert wird und auf Nachfrage meist auch einsehbar ist. Hier fließen auch persönliche Erfahrungswerte des Händlers mit ein, wie zum Beispiel die Durchschnittswerte bei der Jahreskilometerleistung.

So werden beispielsweise für ausgebaute Kastenwagen ca. 20.000, bei Alkovenmodellen bis zu 15.000, für integrierte Wohnmobile 12.000 und für teilintegrierte Wohnmobile rund 10.000 gefahrene Kilometer pro Jahr angenommen. Weicht ein Wohnmobil davon ab, dann werden je zusätzlichen 10.000 km 3 % aufgeschlagen und je 10.000 km weniger 1 % vom Listenpreis abgezogen. Ist man ohnehin schon bei einem Händler vor Ort, kann man diesen auch gleich um ein unverbindliches Angebot bitten. Das gibt weiteren Aufschluss über den aktuellen Marktwert des Wohnmobils.

Fazit: Händler- und Schwacke-Listen geben Aufschluss über allgemein übliche Preise, bilden jedoch regionale Unterschiede sowie Preise für Sonderausstattungen, Nachrüstungen, Um- und Aufbauten nicht ab.

Kaufpreisermittlung per Gutachter und Kfz-Sachverständigen

Ist ein Wohnmobil noch jung und wird einen entsprechend höheren Preis am Markt erzielen, lohnt es sich einen Fachmann zurate zu ziehen. Denn wer ein Wertgutachten beziehungsweise einen Bewertungs- und Zustandsbericht eines Kfz-Sachverständigen besitzt, der hat beim Verhandeln auch ein starkes Argument in der Hand.

Zudem sind unabhängige Bewertungsgutachten auch bei laufenden Leasing- oder Finanzierungsverträgen sowie bei manchen Versicherungen eine Voraussetzung für den Kauf bzw. Verkauf. Ein Gutachter ist in der Regel zwar die 1. Wahl, ist aber teurer als ein Kfz-Sachverständiger. Grundsätzlich muss je nach Zeitaufwand, Größe und Technikniveau mit einem Preis zwischen 200 € und 500 € für eine fachkundige Beurteilung gerechnet werden.

Verhandlungsstrategien beim Wohnmobilverkauf

Es gibt wertsteigernde und wertmindernde Wohnmobilausstattungen. Mit ein wenig Geschick lenken Verkäufer das Augenmerk der Interessenten auf die wertsteigernden Details, wie zum Beispiel digitale Satellitenanlage, Rückfahrkamera, Aufbauklimaanlage oder Markise mit Vorzelt. Dachleiter, Dachboxen, Fahrrad- und Dachgepäckträger sind hingegen wertneutral, da in der Regel selbstverständlich.

Ein insgesamt sehr gepflegtes Wohnmobil, das ein zeitloses Polster- und Holzdesign besitzt, kaum Möbelkratzer aufweist, gute Reifen und ein lückenloses Serviceheft nachweisen kann, erzielt unter Umständen einen höheren Verkaufspreis als ein deutlich jüngeres Modell.